HIV-Attacken auf der Love Parade: Offizieller Unsinn!

"Ich habe heute von einigen Bekannten gehört, dass ein Verrückter mit 'ner Aids-Spritze auf der Parade rumtanzt und Leute damit ansticht", hatte mir Ende August 2007 ein Besucher der Love Parade in Essen geschrieben. Auch Gerüchte über HIV-infizierte Spritzen und Nadeln an Bankautomaten, Bussitzen und Stühlen sollen die Runde unter den Ravern gemacht haben.

Anmerkung & Erklärung: Wie mir nun auf Anfrage an das Polizeipräsidium Essen - Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz bestätigt wurde, sind keinerlei derartige Fälle bekannt oder Informationen auf derartige Vorkommnisse zugetragen worden.

Tatsache ist: Bisher hat es keinen derartigen Fall gegeben, in dem jemand - wie in der obigen Legende - durch eine HIV-infizierte Spritze auf einer Feier oder in einer Disko etc. infiziert wurde. Es handelt sich also um eine typische urbane Legende.  Auch falls tatsächlich jemand auf die Idee kommen sollte, auf diese Weise Menschen vorsätzlich anzustecken, ist eine Infektion unwahrscheinlich. HI-Viren – ob in Blut, Sperma etc. - können außerhalb des Körpers nicht lange überleben. Selbst die Messerattacke bei der Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofs, bei der auch ein HIV-Infizierter verletzt wurde, blieb ohne Folgen für die weiteren Opfer. Die Geschichten sind also Unsinn!

Bei den Gerüchten auf der Love Parade handelte es sich also nur um eine Abwandlung der bekannten Willkommen im Club!-Geschichten, welche alljährlich wieder aufgetaut werden. Weitere Informationen gibt’s hier.

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