Die Leiche im Bettkasten

Es regnete in Strömen als Marie und Arthur in einem Motel an der Route 66 eincheckten. Sie waren froh noch ein Zimmer bekommen zu haben, denn bei der dem Regen hatten sich etliche Autofahrer entschlossen, eine Pause einzulegen und mit der Weiterfahrt bis zum Morgen zu warten.

Als das Pärchen die Tür zum Zimmer 14 aufschloss stieß ihnen ein Schwall abgestandener, eklig riechender Luft entgegen, weshalb sie zunächst das Fenster aufrissen um feuchte aber immerhin frische Luft herein zulassen. Erst als sie sich zum schlafen hinlegen wollten schlossen sie es wieder, da Marie das Prasseln des Regens nicht mochte.

Nur eine Stunde nach dem Arthur eingeknickt war, erwachte er plötzlich und stellte fest, dass das ganze Zimmer von einem intensiven widerlichen Gestank erfüllt war. Er wusste nicht woher er kam und weckte daher seine Freundin, da er ein Gasleck oder ähnliches vermutete. So schnell wie möglich verließen er und Marie das Gästezimmer und meldeten sich bei der Rezeption des Motels.

Der Besitzer, der gleichzeitig der Rezeptionist war, gab an, dass ein Gasleck unmöglich sei. Die Absteige sei ganz und gar auf Elektrizität angewiesen, da ein Gasanschluss in der abgelegenen Gegend unmöglich ist. Der Gestank, so erklärte der Mann, müsse woanders herkommen. Der Besitzer entschloss sich daher, selbst nachzusehen.

Als Arthur und der Inhaber des Motels ins Zimmer kamen, stellten sie fest, dass der Geruch unnatürlich stark war und auf jeden Fall aus dem Zimmer selbst kommen musste. Nachdem sie alles abgesucht hatten blieb nur noch das Bett als Ursprung des Geruches übrig. Womöglich, meinte Arthur, sei eine Ratte in der Matratze verendet, woraufhin der Motel-Besitzer dieses abwiegelte aber dennoch für eine Untersuchung der Matratze war. Als sie diese hoch hoben musste Arthur seine Vermutung jedoch schnell revidieren, denn er erkannte sofort die wahre Ursache des Gestankes: Im Bettkasten lag eine Leiche, die schon eine ganze Zeit dort zu verwesen schien.

Anmerkung & Erklärung: Ja, diese Geschichte ist wirklich war. Etwas ähnliches ist in Kansas City, Atlantic City und einigen weiteren Orten geschehen. Zwar wurden nicht immer ganze Körper aber zumindest Leichenteile, Blutlachen etc. gefunden. Eine Aufstellung verschiedener Fälle findet man bei snopes.com.

Picture (CC) by sheilaellen

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Der Axt-Mörder auf der Rückbank

Es geschah in einer nebligen Nacht im vergangenen Winter. Eine Frau fuhr mit ihrem Wagen eine einsame Landstraße entlang, als hinter ihr plötzlich ein kleiner Lastwagen auftauchte und zu hupen begann. Auch das Abblendlicht ließ der Fahrer hinter der dem Wagen der Frau immer wieder aufblitzen.

Aus Angst, er wolle ihr etwas antun beschleunigte die Frau und versuchte dem Verfolger zu entkommen. Doch dann, in einer Kurve, geriet ihr Wagen aus der Spur und stellte sich auf der Straße quer. Die junge Frau sprang in Panik aus dem Wagen und versuchte zu entkommen, als dann auch ihr Verfolger zum stehen kam. Dieser stieg samt Gewehr aus dem Lastwagen und ging langsam auf das Auto der Frau zu wobei er laut rief, dass sich 'jemand' zeigen und mit erhobenen Händen aussteigen solle.

Verdattert blieb die fliehende Frau stehen und ging zurück; Immer noch ging ihr Verfolger mit erhobener Waffe auf das Auto zu und blickte schließlich hinein. Der Wagen war jedoch leer: Eine der hinteren Türen war geöffnet und auf der Rückbank fand er eine scharfe Axt, die eindeutig nicht der Fahrerin gehörte.

Anmerkung & Erklärung: Diese Geschichte gehört zu den Klassikern der Urban Legends und ist hauptsächlich in den USA verbreitet. Statt mit einer Axt ist der verschwundene Mörder auf der Rückbank auch oft mit einer Drahtschlinge oder einem Messer bewaffnet. Ob die Story auf einer wahren Begebenheit beruht ist ungeklärt.

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