Der Kleiderschrank

Es war ein regnerischer Herbsttag in Providence und wie so oft hatten sich die beiden Brüder Chris und Jerry mal wieder in den Haaren. Grund war wie oft die Angst des jungen Chris vor seinem Kleiderschrank. Er fürchtete, dass ein Ding in diesem wohnen würde, das ihn des Nachts holen will.

Doch nicht nur von seinem Bruder wurde der verängstigte Junge wegen seiner Angst geneckt, auch einige seiner Freude wurden nicht müde, ihn deswegen aufzuziehen und zu verspotten. Als ihn an diesem Tag noch einige seiner Klassenkameraden besuchten, schien die Situation zu eskalieren. Insbesondere Jerry spottete wieder gegen seinen Bruder und versuchte ihn, dazu zu drängen, in den Schrank zu gehen.

Der junge Chris konterte und meinte, Jerry solle doch in den dunklen Schrank gehen, wenn er doch so mutig ist. Er würde schon merken, wenn ihn das Ding holen kommt. Jerry nahm die Chance war und sagte, wenn er es 5 Minuten in dem Schrank aushalte, müsse sein kleiner Bruder die selbe Zeit darin verbringen – widerwillig aber aufgrund des befürchteten Spottes stimmte dieser zu.

Im Zimmer des Jungen und unter den Augen der Freunde ging der große Bruder in den dunklen Wandschrank, schloss die Tür hinter sich und schrie kurz daraufhin verängstigt. Die Kinder dachten an einen Streich – erst als es plötzlich still wurde, machten sie sich Sorgen.
Nach einigen Minuten öffneten sie besorgt die Tür, doch nur noch die Kleidung des Jungen war vorzufinden. Jerry war spurlos verschwunden.

Anmerkung & Erklärung: Die Geschichte vom schrecklichen Kleiderschrank ist recht alt, da sie auf kindlichen Ängsten beruht. Entsprechend oft findet sie deshalb auch Einzug in Filme (etwa Boogeyman) und Serien. Auch bei der Serie X-Faktor wurde sie bearbeitet.

Picture (CC) by KateMonkey

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Der Babysitter

Eine junge Studentin wollte sich in ihren Semesterferien etwa dazuverdienen. Gesagt, getan: Sie registrierte sich bei einer Agentur für Babysitter und bekam schon am nächsten Abend ihre erste Arbeit zugeteilt. Ein Ehepaar unweit ihrer Wohnung hatte sie angefordert, um für einige Stunden die Kinder zu hüten, während die beiden seit langer Zeit mal wieder gemeinsam ausgingen.

Der Abend begann sehr ruhig. Die Studentin spielte mit den Kindern und brachte sie anschließend ohne große Mühe ins Bett. Daraufhin legte sie sich auf die Couch und schaute etwas fern – bis plötzlich das Telefon klingelte. Der Babysitter hob ab und fragte, wer da sei. Doch am anderen Ende meldete sich niemand. Nur ein leises Stöhnen war zu hören. Ohne weiter darüber nachzudenken, legte die junge Frau auf und begab sich wieder auf die Couch. Wenige Minuten später klingelte das Telefon wieder. Erneut war nur das leise Stöhnen zu hören, weshalb der Babysitter auflegte und den Notruf wählte. Die Frau der Notrufstelle sagte ihr, dass sie ruhig bleiben solle und man ihr eine Streife vorbeischicke.

Kurze Zeit darauf läutete es wieder. Erneut nahm die junge Studentin ab. Doch diesmal hörte sie eine leise Stimme am Ende der Leitung. Diese sagte: "... willst du denn nicht schauen, ob es den Kindern gut geht ...". Die junge Frau bekam einen großen Schreck und stürmte sofort nach oben, wo sie die beiden Kinder ermordet in ihren Betten vorfand. Wie sie von der Polizei erfuhr, die anschließend eintraf handelte es sich bei dem Anruf um einen entflohenen Psychopathen, der in dieser Nacht noch einige weitere Kinder getötet habe.

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